Apr
16
Zuerst war der Witz:
“Was unterscheidet Reporter ohne Grenzen von der Bild-Zeitung? Nichts. Beide verbreiten sie die Wahrheit.”
Im Streben nach einer wahrhaftigen Presse sehe ich in “Reporter ohne Grenzen” keinen Verbündeten, sondern einen Gegner. “Reporter ohne Grenzen” gibt vor, für Werte wie die Pressefreiheit einzutreten. Doch wie sieht das in der Realität aus?
“Reporter ohne Grenzen” publiziert jährlich ein Ranking zur Pressefreiheit, das Deutschland regelmäßig bescheinigt, es stünde gut um die Pressefreheit in Deutschland, obwohl sich jedermann am Kiosk und im Fernsehen vom Gegenteil überzeugen kann. Nun, da mag man sich um Methodik und Transparenz streiten. Aber auch sonst ist der Befund eindeutig.
Im Jahr 2003 flog die Schlüsselrolle von “Reporter ohne Grenzen” in der antikubanischen Propaganda auf. Im Jahr 2005 kam eine erstaunliche Verbindung zum US-Außenministerium ans Licht. Als letztes Jahr die US-Kampagne gegen Venezuela lief, unterstützte “Reporter ohne Grenzen” das mit der “Mission Desinformation“.
Und nun führt “Reporter ohne Grenzen” in Europa die US-Kampagne zur Destabilisierung Chinas an. Das schäbige Spiel von Reporter ohne Grenzen als “Hauptorganisator der antichinesischen Kundgebungen in Frankreich” beschreibt Jean-Luc Mélenchon im Artikel “Tibet ist ein Vorwand” so:
“Ich bringe hier meine klaren Vorbehalte zu den politischen Aktionen von Robert Ménard, dem Hauptorganisator der antichinesischen Kundgebungen in Frankreich, zum Ausdruck. Angeblich spricht er im Namen der »Reporter ohne Grenzen«. Aber diese Organisation scheint im Moment allein aus Herrn Ménard zu bestehen. Viele ehemalige Mitglieder des Verwaltungsrates könnten eine Menge über das Demokratieverständnis dieses Herrn gegenüber seinem eigenen Verband erzählen. Maxim Vivas hat eine sehr beunruhigende dokumentarische Analyse über Ménard und dessen Finanzierungsquellen erarbeitet. Wie dem auch sei, er scheint heute im Namen aller zu sprechen – des Journalistenverbandes, der internationalen Menschenrechtsorganisationen und selbst Amnesty International. Manchmal spricht er sogar für den Dalai Lama. Er fordert den Boykott der Spiele, was der Dalai Lama nicht tut. Der hat, im Gegenteil, erklärt, das chinesische Volk verdiene diese Spiele. Robert Ménard ist ein Verteidiger der Menschenrechte mit sehr variabler Geometrie. Hat er eine einzige Aktion gestartet, und sei sie auch nur symbolischer Art, als die USA die Folter legalisiert haben? Hat er sich ein einziges Mal dafür eingesetzt, daß die Häftlinge von Guantánamo das Recht auf anwaltlichen Beistand erhalten? Robert Ménards Verhalten wirft schwerwiegende Fragen danach auf, von welchen Motiven er sich leiten läst.”
Das war’s. Ich trete dafür ein, die Pressefreiheit nicht so zweifelhaften Organisationen wie “Reporter ohne Grenzen” zu überlassen. Für mich ist “Reporter ohne Grenzen” gestorben.
Apr
4
Im Saalbau Berlin-Neukölln gibt es gerade eine Ausstellung zu Afghanistan: “Afghanistan im Fokus der Kulturen”. Diese Ausstellung ist an sich nichts besonderes, eine Ausstellung in einer Vorstadt von Berlin eben, aber die dazugehörende Broschüre “Afghanistan heute - Eine politische Bilanz” vom “Afghanischen Kommunikations- und Kulturzentrum”, die dort jedermann für einen Euro erwerben kann, ist spektakulär. Die Webseite des Afghanischen Kommunikations- und Kulturzentrums in Berlin ist zwar noch nicht fertiggestellt, aber ein dienstbarer Geist hat mir mitgeteilt, eine Scan der Broschüre sei abrufbar unter:
uppit.com/RX7OEY (fast 6 MB groß, technische Qualität des Scans gering)
Ich erlaube mir, daraus ein paar Sätze zu zitieren. Aus dem Beitrag “Die internationale “Anti-Terror-Allianz” und ihre Niederlage in Afghanistan”:
“Frau Merkel, Herr Schäuble, Herr Boland, wissen Sie wie viele unschuldige Kinder Frauen und Männer in Afghanistan seit dem deutschen Einsatz getötet wurden? … Es vergeht kein Tag in Afghanistan, an dem die Zivilbevölkerung nicht Opfer des Bombenterrors von USA und NATO ist. … Sie behaupten, sehr gute Waffen zu haben, die präzise eingesetz werden, so dass diese keine Toten unter der Zivilbevölkerung verursachen würden. Doch seit dem Einsatz von Tornados in Afghanistan gibt es drastisch mehr Opfer. Die Taleban wurden im Oktober 2001 innerhalb von drei Tagen in Afghanistan mislitärisch geschlagen. Danach waren die USA jedoch nicht daran interessiert, sie dauerhaft zu besiegen. So haben sich die Taleban in Pakistan wieder aufgerüstet.”
Zur Medienberichterstattung in westlichen Medien finden sich unter der Überschrift: “Afghanistan: Systematischer Mord an der Zivilbevölkerung” zum Beispiel folgende Sätze:
“Noch sind es Zufälle, wenn aus den von den kriegsführenden Mächten hermetisch abgeschirmeten Gebieten im Süden und Osten Afghanistans überhaupt Meldungen über die faktischen Ereignisse durchdringen. Die Meldungen, die “normalerweise” in den USA und Europa verbreitet werden, werden von den zuständigen militärischen US-Medienstellen (zum Beispiel Fort Bragg) zensiert und bearbeitet. Die wenigen Nachrichten, die doch an dieser Zensur vorbeikommen, sind erschütternd. Massaker an Zivilisten, Vergewaltigungen, sexualle Ausbeutung von Minderjährigen und sinnloses Morden.”
Im weiteren wird inder Broschüre über “Die internationale Allianz mit Drogenmafia und der Jahad von Karsait berichtet”, die Frage beleuchtet “Wohin fließen die Milliarden für den Wiederaufbau Afghanistans?”, gefolgt von einem Artikel über “Die Berater-Mafia”, einem Artikel über die “Die Häuser-Mafia” und “Die katastrophale Lage der Frauen, Kidner und die Sicherheit des Landes”. Und so geht es weiter. Sabour Zamani nimmt kein Blatt vor den Mund und gibt auch Antworten auf Frgaen wie “Warum sind wir gegen den Krieg?” und “Wie soll Afghanistan befriedet werden?”.
Natürlich kann man nun sagen, das was Afghanische Kommunikations- und Kulturzentrums in Berlin uns mitteilt und sich ganz anders liest, als das was wir aus der Presse gewohnt sind, kommt von Laien und nicht von Politikern oder hochqualifizierten Journalisten. Nur wer ist glaubwürdiger: diejenigen, denen die NATO-Bomben auf den Kopf fallen oder die Experten, die im Rahmen eines Wochenendausfluges schon mal eine Monkey-Show in Afghanistan mitgemacht haben?
Ich glaube, diejenigen, denen die Bomben auf den Kopf fallen, sind besser informiert und glaubwürdiger. Einen kleinen Einblick nach Afghanistan mit schockierenden Videos und Fotos bietet übrigens die Webseite afghankultur.de. Es wird dringend Zeit, der deutschen Afghanistan-Politik eine neue Richtung zu geben. Ich möchte nicht, dass deutsche Waffen an der Bevölkerung von Afghanistan “ausprobiert” werden.
Mrz
31
Corinna Emundts berichtete vor ein paar Tagen, dass es in der SPD inzwischen eine neue Zeit-Einheit gibt: den Kahrs. Man kann sich dort jetzt mit dem Ausruf “Bis zum nächsten Kahrs!” verabschieden. Stimmt. Ich habe bereits vor etwa einem Monat erklärt, dass sich mir bei Johannes Kahrs der Magen umdreht. Ich habe die Nase von den Seilschaften der Transatlantiker gestrichen voll.
Führende transatlantisch geprägte Genossen von Seeheimern und Netzwerkern angefangen über Struck, Steinmeier und Steinbrück haben bis hin zum Ehemann der Tochter von Eric M. Warburg, Zeit-Herausgeber Michael Naumann, haben im Teamwork mit nahezu sämtlichen Medien der Bundesrepublik Deutschland, angefangen bei der Springerpresse, über Bertelsmann und seine Flagschiffe RTL und Spiegel und nicht endend bei öffentlich-rechtlichen Medien und der taz eine gigantische transatlantische Kamagne gegen Andrea Ypsilanti und Kurt Beck gefahren. Ergebnis: Roland Koch bleibt im Amt, obwohl die SPD die Wahl gewonnen hat. Glückwunsch auch.
Man mag von Andrea Ypsilanti und Kurt Beck halten was man will, aber ich denke nicht im Traum daran, mir von der Bild-Zeitung und ihren Vasallen vorschreiben zu lassen, wen ich als Vorsitzenden der SPD haben möchte. Wenn der Spiegel nun die von der BamS in Auftrag gegebene Erfolgskontrolle der transatlantischen Kampagne zur Sabotage des Ansehens führender SPD-Politiker in den Medien verkündet, dann bin ich schlicht und einfach wütend darüber, dass mich die Pfeifen in den von den Transatlantikern beherrschten Massenmedien für Doof verkaufen wollen. Glauben die im Ernst, ich habe nicht gemerkt, was für eine miese Kampagne das war? Andrea Ypsilanti hatte recht, als sie eingeplant hatte, dass der Journalismus in Deutschland hoffnungslos verkommen ist.
So wie mir geht das vielen in der SPD. Die Walters und Metzgers in der SPD dürfen sich schon mal warm anziehen, wenn sie sich denn demnächst überhaupt noch zu den Parteitagen hintrauen. Ich werde ganz sicher keinem derjenigen, die die gemeinsam mit der Bild-Zeitung vorgetragenen Attacken gegen Andrea Ypsilanti und Kurt Beck auch nur rechtfertigt, aus Gründen der Parteiräson meine Stimmen geben, und auch wenn sie nur als Schriftführer kandidieren.
Ich lasse mir von der Bild-Zeitung und ihrem Hofchor transatlantischer Medien nicht vormachen, dass diejenigen, die die Sabotage der transatlantischen Medienseilschaften satt haben, in der SPD keine Mehrheit bekommen können. Der Parteitag der hessischen SPD in Hanau hat eindrucksvoll gezeigt, dass das Wunschdenken der Bild-Zeitung nicht mehr aufgeht. Diese transatlantische Kampagne war so durchsichtig, dass es die Spatzen überall von den Dächern pfeifen.
Ich meine, wir einfache SPD-Mitglieder sollten nun zusammenstehen und die Angriffe der Bild-Zeitung und ihrer Vasallen auf die Grundwerte der SPD, die auch meine Grundwerte sind, mit dem Stimmzettel in der Hand auf unseren Parteiversammlungen beantworten.
Zum Teufel mit der Bild-Zeitung und ihren Vasallen! Wir sind die Partei!
Feb
26
Mein Genosse, der Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs, hat gerade gesagt, ihm als Vorsitzender der Kurt-Schumacher-Gesellschaft drehe sich angesichts einer möglichen Koalition mit der Linken der Magen um.
Mir hingegen dreht sich der Magen um, wenn ich den begrenzt sympatischen Schatzmeister des Vereins “Deutsche Atlantische Gesellschaft e.V.”, Johannes Kahrs, reden höre. Politiker, die mit zweifelhaften Rüstungsspenden und dummem Geschwätz von versuchtem Mord auf sich aufmerksam machen, halte ich in der SPD für untragbar. Im Vergleich mit solchen Transatlantikern sehen selbst DKP-Mitglieder geradezu wie Engel aus.
Was hat dieser Mann eigentlich in der SPD verloren? Selbst in der CDU würde er vermutlich als kaum tragbarer Rechtsaußen gelten.
Feb
23
Na, wenn das keine guten Nachrichten sind. Einige Politiker der Union drohen gerade damit, die große Koalition im Bund platzen zu lassen, falls Andrea Ypsilanti sich in Hessen von Abgeordneten der Linken zur Ministerpräsidentin wählen lässt. Es wird offen in der Union offen über ein Ende der großen Koalition und Neuwahlen geredet.
Nur zu, da müsste sich die SPD-Führung endlich positionieren. Ist die SPD sozialdemokratischen Werten in der Tradition von Otto Wels und Willy Brandt verpflichtet oder ist sie ein Anhängsel von alten Seilschaften, die anlässlich der bedingungslosen Unterstützung der Weltpolitik der USA nach dem Krieg schnell mal eben ihre Farbe von braun nach schwarz gewechselt haben? Angesichts des historischen Schulderlassees wundert es auch keinen, dass in den folgenden Jahrzehnten niemand von den schwarzen Seilschaften über die Feldzüge der USA ein kritisches Wort verloren hat, sondern sie stattdessen immer die deutsch-amerikanische Freundschaft beschworen haben.
Im Wahlkampf könnte nebenbei auch fix geklärt werden, welche SPD-Politiker der SPD in den Rücken fallen, weil sie unbedingt eine CDU-Regierung zur Verbesserung der Situation der Reichen wollen. Diese Politiker dürfen sich dann bei Neuwahlen bei der CDU um Wahlkreis und Listenplatz bewerben, dann warum die SPD Kandidaten aufstellen sollte, die eigentlich nur die ihnen nahestehenden Transatlantiker der CDU regieren sehen wollen, ist nicht einzusehen.
Neuwahlen würden da sicher bereinigend wirken. Die Chance sollte die SPD ergreifen.
Feb
19
Albrecht Müller von den Nachdenkseiten hat gestern auf einen Grundlagenvortrag zum Wirken der Geheimdienste von Andreas von Bülow, der früher mal Mitglied der parlamentarischen Kontrollkommission der Geheimdienste im deutschen Bundestag war, mit Titel “Beeinflussung der öffentlichen Meinung in den westlichen Demokratien durch Geheimdienste und Lobbyisten” hingewiesen, in dem auch die Flugzeugeinschläge im World Trade Center in New York im Jahre 2001 thematisiert werden.
Heute hat Albrecht Müller dazu einen kritischen Leserbrief veröffentlicht, in dem es unter anderem heißt:
Für die konkret benannten Zusammenhänge um die Anschläge von 11.09.2001 haben die renommierten Journalisten Oliver Schröm und Dirk Laabs in einem sorgfältig recherchierten und mit prüfbaren Quellen belegten Buch bereits 2003 dargestellt, wie eine Mischung aus Unfähigkeit, Ahnungslosigkeit und Konkurrenzdenken der US-amerikanischen Geheimdienste wesentlich dafür verantwortlich war, dass die Anschläge von 11.09.2001 geschehen konnten. Diese fatalen Fehler versuchten (und versuchen) die Verantwortlichen im Nachhinein zu vertuschen - und nicht ihre Beteiligung an der Planung und Durchführung der Anschläge. Letztere Annahme ist völlig absurd.
Darauf möchte ich hier kurz antworten: Ich teile die Auffassung des Leserbriefschreibers Demuth, dass zu den Ereignissen vom 11.09.2001 etwas vertuscht werden soll. Ich bin jedoch der Auffassung, dass es, gerade weil etwas vertuscht wird, unbekannt ist, was vertuscht werden soll. Da die Anschläge vom 11.9.2001 der Casus Belli für den Einsatz deutscher Soldaten in Afghanistan sind, bin ich jedoch der Meinung, dass die deutsche Öffentlichkeit erwarten darf, dass die Anschläge so detailliert, unabhängig und glaubwürdig wie nur möglich untersucht werden. Fehlen solche detaillierten Untersuchungen und wird stattdessen etwas vertuscht, so gibt das Verschwörungstheorien Nahrung, mit der Terroristen Unterstützer anwerben können, deren Einsatz dann nicht zuletzt deutsche Soldaten das Leben kosten kann. Aus diesem Grund habe ich im Mai letzten Jahres folgende Petition beim deutschen Bundestag eingereicht:
Petent: Marcel Bartels
Sachverhalt: Afghanistan-Krieg, Casus Belli 9/11
Beschwerdeziel:
Die deutsche Bundesregierung und der deutsche Bundestag mögen die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika ersuchen, weitere Ermittlungen zu den Anschlägen vom 11.09.2001 durchzuführen.
Begründung:
Deutschland beteiligt sich aufgrund des Casus Belli 9/11, der zum Verteidigungsfall der NATO und zu einem entsprechenden UN-Beschluss geführt hat, mit etwa 3000 Soldaten, Tornados sowie KSK-Truppen am Krieg in Afghanistan.
Ziel des Krieges ist es, in Afghanistan für den Aufbau einer Zivilgesellschaft zu sorgen. Damit diese Mission gelingen kann, ist es in besonderem Maße notwendig, glaubwürdig gegenüber der Bevölkerung Afghanistans aufzutreten. Die Glaubwürdigkeit der Missionen ISAF und OEF kann durch weitere Untersuchungen zu den Ereignissen vom 11.09.2001 erhöht werden.
Insbesondere in vielen islamisch geprägten Ländern gibt es in großen Teilen der Bevölkerung große Zweifel an der Richtigkeit und Vollständigkeit der Untersuchungsergebnisse zu den Ereignissen vom 11.09.2001. Diese Zweifel werden gefestigt dadurch, dass viele der in populären Publikationen und Medien aufgeworfene Fragen zu den Ereignissen vom 09.11.2001 bis heute unbeantwortet sind und auch dadurch, dass prominente Persönlichkeiten wie der ehemalige Präsidentschaftskandidat Senator John Kerry vor kurzem öffentlich erklärte, er glaube, dass das WTC Gebäude Nummer 7 gesprengt worden sei und das offizielle Untersuchungsergebnis des Einsturzes aufgrund eines Brandes bezüglich WTC7 falsch sei. Durch weitergehende möglichst unabhängige und glaubwürdige Untersuchungen der Ereignisse von 9/11 könnten sicherlich einige der Zweifel ausgeräumt werden.
Zweifel an der Richtigkeit und Vollständigkeit der Untersuchungsergebnisse zu den Ereignissen vom 11.09.2001 werden in der islamischen Welt benutzt, um islamistische Kämpfer gegen eine Zivilgesellschaft nach westlichem Vorbild in islamischen Ländern zu gewinnen. Eine weitere Aufklärung der Ereignisse vom 11.09.2001 könnte diesen Zweifeln entgegenwirken, die Glaubwürdigkeit des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan erhöhen und das Risiko von Anschlägen auf deutsche Soldaten in Afghanistan senken.
Vor dem Hintergrund, dass die Ereignisse von 9/11 der Casus Belli des Krieges in Afghanistan sind, und die Bundeswehr dort auch aufgrund einer Bitte aus den USA mit etwa 3000 Soldaten sowie Tornados und dem KSK engagiert ist, erscheint eine Bitte an die USA zu einer weiteren Aufklärung des Casus Belli, mit der die Gefahr von Leib und Leben für deutsche Soldaten in Afghanistan reduziert werden kann, auch nicht unverhältnismäßig.
Die Petition wurde nicht zur Mitzeichnung ausgelegt, sondern nach einigen Monaten an den auswärtigen Ausschuss weitergereicht. Seitdem hat es keine Reaktion des deutschen Bundestages mehr gegeben.
Feb
18
In der Financial Times Deutschland war gestern unter Verweis auf einen ungenannten Journalisten der dpa folgendes von der grünen Politikerin Renate Künast zu lesen:
Die Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Renate Künast, nannte die Linken «Rattenfänger».
Ich weiß nun nicht, ob das ausnahmsweise mal stimmt, was die privilegierte Quelle dpa da gestern meldete. Von Renate Künast habe ich bisher jedoch kein Dementi gefunden. Da habe ich nun mal eine ganz dringende Frage, die sie, wie ich meine, unbedingt noch vor der Wahl in Hamburg beantworten sollte:
Sehr geehrte Frau Künast, wenn Sie die Linken als Rattenfänger bezeichnen, wer sind dann die Ratten, die sie fangen?
Jan
24
Das Amtsgericht Hamburg hat in einer am 8. Januar 2008 verkündeten Entscheidung die Klage von Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel gegen mich auf Zahlung von 756,09 Euro Anwaltskosten nebst Zinsen für eine Abmahnung abgewiesen. Dazu, warum der Anspruch von Joachim Steinhöfel am AG Hamburg scheiterte, führt Richter Steinmetz vom AG Hamburg aus:
Ein Anspruch auf Erstattung von Abmahnkosten scheitert jedoch daran, dass seitens des geschädigten Klägers aus seiner maßgeblichen Sicht mit Rücksicht auf seine spezielle Situation (sogenannte “subjektive Schadensbetrachtung”, vgl. GBH NJW-RR 2007, 713, 714; 856, 857) die Einschaltung eines Anwalts zur Wahrnehmung seiner Rechte nicht erforderlich und zweckmäßig gewesen ist.
Das noch nicht rechtskräftige Urteil habe ich zur Information der interessierten Öffentlichkeit hier als png-Dateien hochgeladen: Seite 1, Seite 2, Seite 3, Seite 4, Seite 5.
Da die Klage komplett abgewiesen wurde, hat das AG Hamburg zu meiner Argumentation, gängige Streitwerte bei Internetabmahnungen seien verfassungswidrig, nicht Stellung genommen.
Danken möchte ich meinen Rechtsanwälten Markus Kompa und Sebastian Wolff-Marting für ihre hervorragende Arbeit.
Dez
29
Kurz bevor nun das Jahr 2008 anbricht, habe ich mich entschlossen, endlich mal in meinem proprietären Zoo an Instant Messaging und Internet-Telefonie Software aufzuräumen und dabei nach Möglichkeit auf freie Software umzusatteln.
Zum ICQ-Client, der Anwender für’s Chatten mit nerviger Werbung bestraft, gibt es mit dem Jabber-Protokoll XMPP schon lange ein vernünftiges Protokoll als Alternative und mit Pidgin ist auch ein exzellentes Programm am Start, was mit dem ganzen Zoo an Instant Messaging Protokollen,darunter auch ICQ, bestens umgehen kann. Da ich das ganze Instant Messaging in Zukunft nach Möglichkeit auf Jabber umstellen möchte, habe ich einfach mal unter Parteibuch bei jabber.org einen Account angelegt. Wer mich per Instant Messaging kontaktieren möchte, möge bitte diesen Account benutzen.
Ein besonderer Dorn im Auge ist mir die proprietäre Software Skype, die sich über eine besonders leicht zu bedienende Internet-Telefonie erst vor kurzem in meinen proprietären Zoo eingeschlichen hat. Der Preis dafür ist offenbar, dass Skype höchst vertrauliche Daten wie die Mainboard-Nummer im BIOS ausschnüffelt und die nach Belieben mitlauschende NSA so großzügig mit den vertraulichen Daten umgeht, dass sogar Wolfgang Schäuble damit zufrieden zu sein scheint. Da das ein untragbarer Zustand ist, habe ich mir als mögliche Alternativen für Windows eben mal Ekiga aka GnomeMeeting und WengoPhone angeschaut.
Ekiga ergibt leider mit der Soundkarte meines Laptops nur Müll und hat sich damit bis auf weiteres erledigt. Trotz einer nicht funktionierenden Homepage sieht es beim WengoPhone besser aus. Die Software scheint unter Windows bei mir auf Anhieb zu funktionieren. Wer Lust hat, mich mal via SIP IP-Phone anzurufen, kann mich gern mal über meinen frisch erstellten SIP Account parteibuch bei voip.wengo.fr anrufen. Das von Ebay für Milliarden Dollar gekaufte Skype werde ich dann möglichst bald möglichst tief in der Versenkung verschwinden lassen.
Nov
10
Für meine wunderschöne Webseite Mein Parteibuch, die mir schon reichlich Fanpost eingebracht hat, habe ich mir heute eine neue Farbgebung ausgesucht. Der eine oder andere mag sich fragen, warum Mein Parteibuch die Farbe gewechselt hat.
Hintergrund der Farbwechsels ist die Landtagswahl 2008 in Hessen. Während Roland Koch mit Lügen und Blackouts beschäftigt ist, haben unter der Führung der Tankstellen-Seilschaft von Roland Koch derweil Klüngel, Korruption und Misswirtschaft an hessischen Gerichten Ausmaße erreicht, die man selbst in einer südamerikanischen Bananenrepublik kaum für möglich halten würde.
Die in der hessischen Kommunalpolitik sehr erfolgreichen FWG Freie Wähler Hessen setzen sich für eine saubere Politik in Hessen ein und sind mit dem Antritt zur Landtagswahl 2008 in Hessen der vermutlich schlimmste Alptraum für Roland Koch und seine Tankstellen-Connection.
Ich habe deshalb gern das Angebot einer Unterstützerin der freien Wähler Hessen angenommen, ein Werbebanner der freien Wähler Hessen auf Mein Parteibuch zu schalten. Um dem Werbebanner etwas mehr Aufmerksamkeit angedeihen zu lassen, habe ich die Seite in blau umgestaltet. Ich würde mich freuen, wenn der eine oder andere die Werbung für die freien Wähler Hessen übernimmt.