In einem am 19.12.2007 bei der SZ veröffentlichten Interview forderte der ehemalige “Superminister” Wolfgang Clement ein Mehrheitswahlrecht zum Ausschluss der Linken aus den Parlamenten und drohte für den Fall der Nichtausgrenzung der Linkspartei mit seinem Austritt aus der SPD. Am 19.01.2008 war Wolfgang Clement immer noch SPD-Mitglied und warnte via Springerpresse vor der Wahl der hessischen SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti.
Heute nun wurde der Bonner Lobbyist Wolfgang Clement in zweiter Instanz aus der SPD ausgeschlossen. So viel Vernunft und Mut hätte ich der SPD kaum noch zugetraut. Seine Drohung, aus der SPD auszutreten, erweist sich jetzt als leeres Versprechen. Anstatt wenigstens den Rauswurf zu akzeptieren, klebt Wolfgang Clement nun an seiner Parteimitgliedschaft im Bochumer Ortsverein, wo ihm unmissverständlich mitgeteilt wurde, dass die Partei ihn nicht will. Wolfgang Clements Rechtsvertreter Otto Schily kündigte obendrein an, Wolfgang Clement werde alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, um sich gegen den Parteiausschluss zu wehren.
Unterstützung bekommt Wolfgang Clement mal wieder von der U-Boot-Fraktion Seeheimer Kreis. Rainer Wend, Vertreter der Callcenter-Wirtschaft in der SPD und bestens bekannter Seeheimer, nennt den Rauswurf von Wolfgang Clement “unfassbar und grotesk“.
Und Gunter Weißgerber, Mitglied im Leitungskreis vom Seeheimer Kreis, droht gar für den Fall, dass es beim Ausschluss von Wolfgang Clement bleibe, mit seinem Parteiaustritt. Gerne werde ich Gunter Weißgerber daran zu gegebener Zeit erinnern und ihm, wenn er das wünscht, auch bei der Abfassung der Austrittserklärung behilflich sein. Leider steht jedoch, siehe den Fall von Wolfgang Clement, zu befürchten, dass auch die Drohung von Gunter Weißgerber mit dem Parteiaustritt nur ein leeres Versprechen ist.
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