Corinna Emundts berichtete vor ein paar Tagen, dass es in der SPD inzwischen eine neue Zeit-Einheit gibt: den Kahrs. Man kann sich dort jetzt mit dem Ausruf “Bis zum nächsten Kahrs!” verabschieden. Stimmt. Ich habe bereits vor etwa einem Monat erklärt, dass sich mir bei Johannes Kahrs der Magen umdreht. Ich habe die Nase von den Seilschaften der Transatlantiker gestrichen voll.
Führende transatlantisch geprägte Genossen von Seeheimern und Netzwerkern angefangen über Struck, Steinmeier und Steinbrück haben bis hin zum Ehemann der Tochter von Eric M. Warburg, Zeit-Herausgeber Michael Naumann, haben im Teamwork mit nahezu sämtlichen Medien der Bundesrepublik Deutschland, angefangen bei der Springerpresse, über Bertelsmann und seine Flagschiffe RTL und Spiegel und nicht endend bei öffentlich-rechtlichen Medien und der taz eine gigantische transatlantische Kamagne gegen Andrea Ypsilanti und Kurt Beck gefahren. Ergebnis: Roland Koch bleibt im Amt, obwohl die SPD die Wahl gewonnen hat. Glückwunsch auch.
Man mag von Andrea Ypsilanti und Kurt Beck halten was man will, aber ich denke nicht im Traum daran, mir von der Bild-Zeitung und ihren Vasallen vorschreiben zu lassen, wen ich als Vorsitzenden der SPD haben möchte. Wenn der Spiegel nun die von der BamS in Auftrag gegebene Erfolgskontrolle der transatlantischen Kampagne zur Sabotage des Ansehens führender SPD-Politiker in den Medien verkündet, dann bin ich schlicht und einfach wütend darüber, dass mich die Pfeifen in den von den Transatlantikern beherrschten Massenmedien für Doof verkaufen wollen. Glauben die im Ernst, ich habe nicht gemerkt, was für eine miese Kampagne das war? Andrea Ypsilanti hatte recht, als sie eingeplant hatte, dass der Journalismus in Deutschland hoffnungslos verkommen ist.
So wie mir geht das vielen in der SPD. Die Walters und Metzgers in der SPD dürfen sich schon mal warm anziehen, wenn sie sich denn demnächst überhaupt noch zu den Parteitagen hintrauen. Ich werde ganz sicher keinem derjenigen, die die gemeinsam mit der Bild-Zeitung vorgetragenen Attacken gegen Andrea Ypsilanti und Kurt Beck auch nur rechtfertigt, aus Gründen der Parteiräson meine Stimmen geben, und auch wenn sie nur als Schriftführer kandidieren.
Ich lasse mir von der Bild-Zeitung und ihrem Hofchor transatlantischer Medien nicht vormachen, dass diejenigen, die die Sabotage der transatlantischen Medienseilschaften satt haben, in der SPD keine Mehrheit bekommen können. Der Parteitag der hessischen SPD in Hanau hat eindrucksvoll gezeigt, dass das Wunschdenken der Bild-Zeitung nicht mehr aufgeht. Diese transatlantische Kampagne war so durchsichtig, dass es die Spatzen überall von den Dächern pfeifen.
Ich meine, wir einfache SPD-Mitglieder sollten nun zusammenstehen und die Angriffe der Bild-Zeitung und ihrer Vasallen auf die Grundwerte der SPD, die auch meine Grundwerte sind, mit dem Stimmzettel in der Hand auf unseren Parteiversammlungen beantworten.
Zum Teufel mit der Bild-Zeitung und ihren Vasallen! Wir sind die Partei!
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