Na, wenn das keine guten Nachrichten sind. Einige Politiker der Union drohen gerade damit, die große Koalition im Bund platzen zu lassen, falls Andrea Ypsilanti sich in Hessen von Abgeordneten der Linken zur Ministerpräsidentin wählen lässt. Es wird offen in der Union offen über ein Ende der großen Koalition und Neuwahlen geredet.
Nur zu, da müsste sich die SPD-Führung endlich positionieren. Ist die SPD sozialdemokratischen Werten in der Tradition von Otto Wels und Willy Brandt verpflichtet oder ist sie ein Anhängsel von alten Seilschaften, die anlässlich der bedingungslosen Unterstützung der Weltpolitik der USA nach dem Krieg schnell mal eben ihre Farbe von braun nach schwarz gewechselt haben? Angesichts des historischen Schulderlassees wundert es auch keinen, dass in den folgenden Jahrzehnten niemand von den schwarzen Seilschaften über die Feldzüge der USA ein kritisches Wort verloren hat, sondern sie stattdessen immer die deutsch-amerikanische Freundschaft beschworen haben.
Im Wahlkampf könnte nebenbei auch fix geklärt werden, welche SPD-Politiker der SPD in den Rücken fallen, weil sie unbedingt eine CDU-Regierung zur Verbesserung der Situation der Reichen wollen. Diese Politiker dürfen sich dann bei Neuwahlen bei der CDU um Wahlkreis und Listenplatz bewerben, dann warum die SPD Kandidaten aufstellen sollte, die eigentlich nur die ihnen nahestehenden Transatlantiker der CDU regieren sehen wollen, ist nicht einzusehen.
Neuwahlen würden da sicher bereinigend wirken. Die Chance sollte die SPD ergreifen.
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